Dresden - Bei manchem Bürger der ehemaligen DDR genügt allein die Erwähnung des Namens, um glänzende Augen zu evozieren – oder ein verlegenes Lächeln: Die Rede ist von Angela Davis, die einst berühmteste Gefangene der Welt, die ausgerechnet in der DDR, aber auch unter westdeutschen Linken, zu einem Popstar avancierte. Die Philosophin, die heute wieder in den USA lebt, stand einst auf der Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher der Vereinigten Staaten. Einst war es eine Solidaritätskampagne vorrangig sozialistischer Staaten, die nach zweijähriger Haftzeit zu ihrer Entlassung beitrug. Davis’ Geschichte erzählt von den gesellschaftlichen Verwerfungen in den USA und der schwarzen Bürgerrechtsbewegung, die heute unter dem Stichwort Black Lives Matter fortgesetzt wird. Sie erzählt aber auch von einem Staat, der Schwarze bis heute überproportional häufig inhaftiert.

Protest für Angela Davis 1972 in Dortmund.
Foto: imago images/Klaus Rose

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