Hollywood-Star Angelina Jolie.
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Angelina Jolie hat zwei britischen Kindern, die einen Limonadenstand betreiben, eine nicht genannte Summe gespendet. Die Grundschüler Ayaan und Mikaeel aus London sammeln mit ihrem Stand seit Juli Geld für Menschen, die unter der humanitären Krise im Jemen leiden. Der Hollywood-Star schickte den Sechsjährigen nicht nur Geld, sondern auch einen Brief, den die Jungen auf Instagram präsentierten. In einer Videobotschaft bedankten sich Ayaan und Mikaeel bei der 45-jährigen Schauspielerin, die auch Botschafterin des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) ist.

„Sie haben uns sehr geholfen, Geld und Aufmerksamkeit für den Jemen zu gewinnen“, sagte ein sichtlich aufgeregter Ayaan. Die Schüler sind beste Freunde und haben den Stand eingerichtet, nachdem sie von der Krise im Jemen erfahren hatten. In dem Land im Mittleren Osten spielt sich eine Katastrophe ab, die international nur wenig Beachtung findet. Durch den jahrelangen Krieg im Jemen ist die Gesundheitsversorgung kritisch. Die Corona-Krise verschlimmert die Situation noch einmal deutlich.

Ayaans Vater, der 37-jährige Shakil Moosa, sagte gegenüber CNN, der „Maleficent“-Star habe die Familie vor drei Wochen über einen Agenten kontaktiert und angeboten, eine Spende zu leisten. In dem Brief bedankte sich Jolie bei den Kindern für ihre Bemühungen und entschuldigte sich, dass sie nicht persönlich da sein konnte, um ihre Limonade zu kaufen. Bei Instagram sagten die Schüler, dass sie ihr gerne ein Glas Limonade verkaufen würden, wenn sie das nächste Mal in London sei.

Sharon Stone macht aus ihrer Abneigung gegen den amtierenden US-Präsidenten bekanntlich keinen Hehl. Zuletzt hatte die Schauspielerin auf ihrem Instagram-Account nicht nur schwere Corona-Fälle in ihrer Familie öffentlich gemacht, sondern auch die Gesundheitspolitik im Land kritisiert und dazu aufgerufen, im November „keinen Mörder“ zu wählen – eine klare Kampfansage an Donald Trump. 

Nun bekräftigte der 62-jährige „Basic Instinct“-Star im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur diese Kritik. „Ich bin nicht stolz auf unseren Präsidenten. Ich schäme mich dafür, dass er dieses heilige Amt innehat“, so Stone. Eine solch wichtige Position müsse man mit Ernsthaftigkeit und Ehrfurcht ausfüllen. Die Schauspielerin ließ keinen Zweifel daran, wer für sie eine bessere Politik mache: die deutsche Bundeskanzlerin. „Frau Merkel finde ich erstaunlich und großartig. Ich schätze sie zutiefst. Es macht viel aus, dass man zu jemandem aufschauen kann, den man respektiert.“ Stone nannte die Aufkündigung internationaler Verträge einen Fehler: „Die Menschen hier hoffen einfach, dass die Welt versteht: Wir wollen euch zurück. Wir sind eine Nation, die den Rest der Welt liebt. Wir glauben an die Weltgemeinschaft – wir sind eins.“

Die Vereinigten Staaten wurden von der Corona-Krise besonders hart getroffen. Schon vor Wochen hatte Stone in diesem Zusammenhang bemerkt: „Die einzigen Länder, die in der Krise gut dastehen, sind Länder mit Frauen an der Macht.“ 

Halle Berry erhielt 2002 für ihre Rolle im Filmdrama „Monster’s Ball“ als erste und bislang einzige schwarze Schauspielerin einen Oscar als beste Hauptdarstellerin. Darüber, und wie sich das Filmbusiness seither entwickelt hat, sprach die 54-jährige Schauspielerin jetzt mit dem Magazin „Variety“. Im Gespräch zeigte sich Berry desillusioniert. Das Filmgeschäft habe sich in den 18 Jahren seit ihrem Oscar-Gewinn kaum verändert, das bereite ihr immer noch Kummer. „Am Morgen danach dachte ich noch, ich sei auserwählt, eine Tür zu öffnen. Und dann passierte nichts und ich musste mir die Frage stellen: ‚War das ein wichtiger Moment, oder war es nur ein wichtiger Moment für mich?‘“

Halle Berry und Denzel Washington bei den Oscars 2002.
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In „Monster’s Ball“ spielte Berry, die kurz darauf auch in einem „James Bond“-Streifen an der Seite von Pierce Brosnan zu sehen war, eine Kellnerin, deren Mann im Gefängnis hingerichtet wurde. Als sie den Oscar bekam, sagte die damals 36-Jährige in ihrer von mehreren Weinkrämpfen begleiteten Dankesrede: „Dieser Moment ist so viel größer als ich. Dieser Preis ist für jede namenlose, gesichtslose Frau anderer Hautfarbe, die jetzt eine Chance hat, weil heute Nacht eine Tür aufgestoßen wurde.“ 

Seither habe jedoch nicht eine einzige weitere schwarze Frau den Preis gewonnen. Dabei habe es durchaus Kandidatinnen gegeben: in diesem Jahr etwa die Britin Cynthia Erivo für den Historienfilm „Harriet“ oder 2017 die gebürtige Äthiopierin Ruth Negga für ihre Rolle im Drama „Loving“. Beide schwarze Schauspielerinnen waren für die Trophäe nominiert gewesen, gingen aber leer aus. Am Dienstag hatte die Oscar-Akademie bekannt gegeben, zumindest in der Top-Kategorie „Bester Film“ neue Standards für Diversität und Inklusion einzuführen. Bewerber für den Hauptpreis des Wettbewerbs müssen ab 2024 mindestens zwei Vielfaltskriterien erfüllen, um sich zu qualifizieren.