Berlin - Angelina Jolie könnte einen zehnstündigen Dokumentarfilm über Staubwirbel in einen sonst vollkommen leeren Raum drehen, die Aufmerksamkeit der Weltpresse wäre ihr gewiss. Am Sonnabend kam es vor und in dem Haus der Berliner Festspiele jedenfalls zu vermehrtem Kreischalarm (Kosslick), als Jolie in langer goldener Glitzerrobe ihr Spielfilmdebüt als Regisseurin vorstellte. Und Gatte Brad Pitt war auch dabei. Mehr Kreisch! Dabei hat sich die Schauspielerin ein Thema gesucht, dessen Glamour-Faktor erst einmal inexistent scheint: die Massenvergewaltigung von muslimischen Frauen durch serbische Kämpfer im Bosnienkrieg. Kann die Antikriegsbotschaft von „In the Land of Blood and Honey“ trotz dieser fundamentalen Diskrepanz zwischen dem Inhalt des Films und der Inszenierung der Schauspielerin als Megastar tragen? Ist die Kluft zwischen Massenvergewaltigungen und Rotem Teppich tatsächlich zu überbrücken?

Den traumatisierten Frauen eine Stimme geben

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