Bereits der Comic hat einen starken visuellen Eindruck hinterlassen. Die Geschichte des tschechischen Fahrdienstleiters Alois Nebel und des unweit der Grenze zu Polen gelegenen Bahnhofs Bílý Potok fiel vor allem wegen des strikten Schwarz-Weißes der Zeichnungen auf. Der scharfe Kontrast ohne mildernde Schraffuren oder wenigstens graue Mitteltöne schuf eine insgesamt bedrohliche, bedrückende Atmosphäre und zog den Betrachter quasi in einen nicht enden wollenden Alptraum. Der Autor Jaroslav Rudiš und der Zeichner Jaromír Švejdík beschworen in „Alois Nebel“ die Geister der Vergangenheit herauf, ein dunkles Kapitel aus der Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, der Vertreibung der Deutschen und der sowjetischen Besatzung.

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