Anlaufstelle für Filmschaffende soll nächstes Jahr starten

Berlin will im nächsten Jahr eine zentrale Anlaufstelle für Filmschaffende an den Start bringen, um Film- und Seriendrehs zu erleichtern. Im Dezember solle e...

ARCHIV - Besucher sitzen in einem Kinosaal.  pa/Symbolbild
ARCHIV - Besucher sitzen in einem Kinosaal. pa/SymbolbildRobert Michael/dpa-Zentralbild/d

Berlin-Berlin will im nächsten Jahr eine zentrale Anlaufstelle für Filmschaffende an den Start bringen, um Film- und Seriendrehs zu erleichtern. Im Dezember solle ein Gutachten fertig sein, wie solch ein Anlaufpunkt konkret aussehen könnte, kündigte Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) am Mittwoch bei einem Pressetermin an. Die Verfahren für Drehgenehmigungen seien je nach Bezirk in Berlin unterschiedlich, es gebe viele verschiedene Ansprechpartner, was problematisch sei. „Das ist ein Nadelöhr immer noch“, sagte Giffey.

Denn besonders in der Filmbranche sei es wichtig, schnell an Drehgenehmigungen zu kommen. Die SPD-Politikerin hoffte, dass die zentrale Anlaufstelle, für die 1,6 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen sind, schon Mitte des nächsten Jahres an Fahrt aufnehmen kann.

Auch die Filmförderung soll mit insgesamt 44 Millionen Euro in diesem und nächsten Jahr unterstützt werden. „Die Stadt boomt, was den Film angeht“, sagte Giffey. Allein 2021 gab es in Berlin demnach 6000 Drehtage.

Dazu gehöre aber auch, die in der Branche dringend gesuchten Fachkräfte zu finden. „In allen Bereichen wird es wirklich eng“, sagte Kirsten Niehuus, Geschäftsführerin des Medienboards Berlin-Brandenburg (MBB). Es gebe etwa kaum Filmgeschäftsführer und -führerinnen. Diese sind für den kaufmännischen Bereich beim Film zuständig, also etwa die finanzielle und buchhalterische Abwicklung.

Die Deutsche Film-und Fernsehakademie (DFFB) soll daher mit acht Millionen Euro in 2023 bezuschusst werden, wie Giffey ankündigte. Dies sei so viel wie noch nie. Bis 2025 soll die DFFB zu ihrem neuen Standort an das Friedrich-Krause-Ufer in Berlin-Moabit umziehen und dort „Talente aus der Welt“ anziehen. Der Mietvertrag wird laut der Regierungschefin noch in diesem Jahr unterschrieben.