Opernsängerin Anna Netrebko: „Ich schaffe das schon!“
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Anna Netrebko, 49, hat es erwischt. Sie befindet sich nach zwei Auftritten zur Wiedereröffnung des Moskauer Bolschoi-Theaters mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. Das teilt uns die Opernsängerin per Instagram mit. „Sie helfen mir. Alles wird gut.“ Sie befinde sich bereits seit fünf Tagen mit einer Covid-19-Lungenentzündung im Krankenhaus. „Sobald ich das Gefühl hatte, krank zu sein, isolierte ich mich, obwohl die Tests negativ waren. Ich kam pünktlich ins Krankenhaus … Ich schaffe das schon! Es ist nicht so beängstigend, wie sie es beschreiben“, hieß es weiter. Ihr Manager Maxim Berin bestätigte der New York Times, es gehe ihr bereits besser.

Netrebko teilte mit, dass ihr Ehemann, der aserbaidschanische Tenor Yusif Eyvazov, positiv auf Corona-Antikörper getestet worden war – ein Anzeichen für eine zurückliegende Corona-Infektion. Die Künstlerin gibt sich ansonsten sehr gefasst und erläutert sachlich ihre Optionen: „Ich hatte zwei Möglichkeiten -1 zu Hause zu bleiben und Angst zu haben, mich anzustecken, oder -2 zu arbeiten, herumzufahren und das Risiko einzugehen, krank zu werden. Ich habe mich bedingungslos für 2 entschieden und bereue es nicht.“ Ihr Manager berichtet, dass sie im Krankenhaus schon wieder begonnen habe, zu singen.

Dass Netrebko sich nicht unterkriegen lassen will, zeigt auch ihr neuester Post auf Instagram: Am diesem Freitag hat die am 18. September 1971 in Krasnodar (Краснода́р) geborene Netrebko nämlich Geburtstag und feiert ihn unverdrossen mit einem Foto aus dem Krankenbett. „Es spielt keine Rolle, wo du bei deinem Geburtstag bist, es ist wichtig, dass du geliebt wirst! Ich kann eure Liebe spüren! ❤️“

Paris Hilton, 39, wird von ihrer Schwester Nicky, 36, als Gierhals beschimpft. Natürlich auf geschwisterlich liebevolle, irgendwie einvernehmliche Weise. In ihrer neuen „YouTube“-Doku dürfen wir die beiden ungleichen Schwestern bei diesem Gespräch belauschen: Paris beschwert sich darüber, dass sie mit 15 das letzte Mal im Urlaub gewesen war – „weil ich 250 Tage im Jahr nonstop arbeite“ – und wird daraufhin von Nicky ermahnt, ihre Work-Life-Balance neu auszutarieren und weniger zu arbeiten. Woraufhin Paris, deren geschätztes Vermögen sich auf 300 Millionen Dollar beläuft, klarstellt, dass „ich erst einen Gang runterschalte, wenn ich Milliardärin bin“.

Nach dieser Klarstellung bleibt Nicky kaum mehr, als ihrer Schwester zu sagen: „Du bist einfach gierig.“ Darüber hinaus bleibt allerdings auch die dringliche Frage, ob sich Paris mit ihrem Lifestyle nicht ohnehin in einer Art Dauerurlaub befindet, zumindest möchte sie diesen Eindruck – unendliche Leichtigkeit des Seins – ja durchaus wecken, oder ob sie eine knallhart kalkulierende Ich-Unternehmerin ist, in deren Konzept der Selbstvermarktung solche Unterbrechungen wie „Urlaub“ oder „Spaß“ gar nicht vorgesehen sind. Unterbrechungen wären ja Störungen eines als Kontinuums verstanden Geschäftsplans und, was dasselbe sein soll, Lebensentwurfs.

Alicia Keys, 39, feiert beruflich die schönsten Erfolge. Nach ihren eigenen Worten allerdings hätte ihr Leben aber auch eine ganz andere Wendung nehmen können. „Ich bin so ein Typ, der eigentlich dazu bestimmt war, es nicht aus Hell‘s Kitchen herauszuschaffen“, sagte die Sängerin jetzt britischen Zeitung The Guardian – angesprochen auf den Song „Underdog“ von ihrem neuen Album. Sie hätte auch als Prostituierte oder Drogenabhängige enden können. „Ich hätte eigentlich zur falschen Zeit am falschen Ort sein, verwundet oder getötet werden müssen.“ Keys wurde im New Yorker Arbeiterviertel Hell‘s Kitchen geboren. Als Teenager unterschrieb sie ihren Plattenvertrag.

Von da an ging es steil aufwärts: Ihr Debütalbum „Songs In A Minor“ schaffte es 2001 direkt auf Platz eins der US-Charts und bescherte ihr fünf Grammys und den weltweiten Hit „Fallin’“. An diesem Freitag erschien ihr neues Album „Alicia“ auf den Markt.

Charlize Theron, 45, ist offenbar auch wild entschlossen, sich zu offenbaren, was ihr Liebesleben betrifft. Kurz nach dem Männer-Abstinenz-Geständnis der Schauspielerin Drew Barrymore in deren eigener Talkshow hat sich die südafrikanische Oscar-Preisträgerin („Monster“, „Mad Max“) in einer weiteren Folge eben dieser Show gesagt, seit mehr als fünf Jahren niemanden mehr „gedatet“ zu haben. Sie sei durchaus offen für Verabredungen, so Theron, allerdings fühle sie sich glücklich mit ihren beiden Adoptivkindern August, 4, und Jackson, 8, und sehne sich nicht nach viel mehr. „Ich fühle mich nicht einsam.“ Die Schauspielerin hatte sich im Sommer 2015 von ihrem Schauspielerkollegen Sean Penn getrennt.

Bleibt die Frage, ob hier ein neuer Trend begründet werden soll: Frauen gehen in ihrem Beruf und in ihrer Familie auf, unterwerfen sich aber nicht mehr heteronormativen Rollenkonzepten. Das wäre mal was – für ‘ne Fernsehtalkshow.

Charlize Theron: „Ich fühle mich nicht einsam.“
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