Das war nun allerdings der sonderbarste Abend, den ich seit langem in einem Berliner Konzertsaal verbracht habe. Am Dienstag führte Antony Hegarty, der uns seit Anfang der Nullerjahre mit seinem Ensemble Antony and the Johnsons beglückte und sich als Solokünstler sowie nach seinem geschlechtlichen Identitätswechsel zur Frau nunmehr Anohni nennt, im Tempodrom sein neues Album „Hopelessness“ auf.

Darauf singt Anohni mit ihrer markanten melodramatischen, unentwegt zwischen Falsett und Sopran, „männlichen“ und „weiblichen“ Konnotationen wechselnden Stimme traurige und zornige Lieder über die aktuellen Krisen der Menschheit, über die Klimakatastrophe, das enttäuschende Scheitern von Barack Obama und die Opfer des US-amerikanischen Imperialismus.

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