Dinge ans Licht zu bringen, die die Öffentlichkeit etwas angehen, ihr aber vorenthalten werden, ist die Aufgabe von Journalismus. Dem haben sich auch jene mehr als 100 Journalisten aus 58 Ländern verschrieben, die Anfang April begannen, über die undurchsichtige Welt der Steueroasen zu berichten. In Deutschland waren die Süddeutsche Zeitung (SZ) und der NDR beteiligt. Unter dem Begriff Offshore-Leaks wurde das Rechercheprojekt bekannt. Seine Informationen bezog es aus 2,5 Millionen Datensätzen, die dem ICIJ, einem internationalen Konsortium investigativer Journalisten, zugespielt worden war. Am Sonnabend hat das ICIJ große Teile dieser Datensätze online gestellt. Direktor Gerard Ryle sagte auf der Jahreskonferenz des Journalistenvereins Netzwerk Recherche am Wochenende, er gehe davon aus, dass die Daten Stoff für weitere Enthüllungen bieten. Die Datenbank sei ein wichtiger Schlag gegen Korruption und Steuerhinterziehung.

Auch in Deutschland ermöglichten die Recherchen Einblick, wie das weltweite Geschäft in Steueroasen funktioniert und wie sich Steuersünder dies zunutze machen. Konkret stießen SZ und NDR jedoch lediglich auf Geschäfte des verstorbenen Playboys Gunter Sachs.

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