Die Probleme sind verwandt, aber verschieden: Inwieweit darf man die israelische Besatzungspolitik kritisieren, bevor man als Antisemit bezeichnet wird? Und inwieweit benutzen rechte Kräfte den Holocaust, um ihren eigenen Rassismus zu verdecken? Darüber wird nicht nur in Deutschland heftig diskutiert.

Neulich kamen zwei Meldungen aus den USA. Am 29.12.2020 hatte das Simon-Wiesenthal-Zentrum seine jährliche Liste der zehn schlimmsten Antisemiten der Welt veröffentlicht. Die Initiative GG 5.3: Weltoffenheit, die die Anwendung des BDS-Beschlusses kritisierte, ohne die BDS-Bewegung zu unterstützen, kam auf Platz 7. Wer das Simon-Wiesenthal-Zentrum kennt, vermag das fast als Auszeichnung zu betrachten; drei jüdisch-amerikanische Kollegen haben mich sofort beglückwünscht.

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