Eine Kakofonie von Tönen und Geräuschen dringt aus dem Lautsprecher, als hätte man versehentlich den Ton auf Anschlag gedreht. Doch der Lärm widerspiegelt die gestörte Wahrnehmung des Mannes, der unrasiert und angeschlagen aus Hamburg herausfährt: Sörensen leidet an einer Angststörung. Dabei soll er eigentlich anderen Stabilität und Ordnung vermitteln: Sörensen ist Polizist. In Hamburg ist er beruflich wie privat gescheitert. Nun flüchtet er aufs flache Land, um zur Ruhe zu kommen. Doch im Fernsehkrimi ist Langeweile verboten. Schon fünf Minuten nach seiner Ankunft bei den Kollegen in Katenbüll wird er zu einem Mordfall gerufen: Der Bürgermeister liegt erschossen in seinem Pferdestall.

Das klingt zunächst nach einer Variante von „Mord mit Aussicht“. In dieser skurrilen, vielfach ausgezeichneten ARD-Serie spielte Bjarne Mädel einen gemütlichen, etwas begriffsstutzigen Dorfpolizisten. Noch mehr gefeiert wurde er für seinen „Tatort-Reiniger“, der sich ebenfalls mit lakonischem Witz in der Peripherie des Krimigenres tummelte. Doch dass Mädel auch sehr ernsthaft und tiefgründig spielen kann, hat er immer wieder bewiesen, etwa im Schwangerschaftsdrama „24 Wochen“ oder jüngst als Kommissar im „Feinde“-Film der ARD. Den Sörensen hat sein Vertrauter Sven Stricker eigens für ihn erdacht. Bjarne Mädel spielte die Figur schon im Hörspiel – und führt in der Verfilmung nun sogar selbst Regie.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.