ARD-Tatort aus Dortmund: Ermittler müssen Mord an einer Ärztin in der Notaufnahme aufklären

Köln - Im „Tatort: Inferno“ prallen zwei Welten aufeinander, die einander nicht so unähnlich sind, wie es scheint: Krankenhaus und Mordkommission. Die Internistin Dr. Gisela Mohnheim wird tot im Ruheraum der Notaufnahme gefunden. Ihr Kopf steckt in einer Plastiktüte, sie ist erstickt. Selbstmord können die vier Dortmunder Kommissare schnell ausschließen.

Martina Bönisch (Anna Schudt) und ihr stets derangiertes Team ermitteln an einem Arbeitsplatz, an dem die Angestellten ebenso überfordert und erschöpft sind wie sie selbst. Pfleger und Ärzte haben keine Zeit, um die Kollegin zu trauern oder mit den Kommissaren über sie zu sprechen. Die Sorge um die Lücke im Dienstplan ist größer, die Abteilung ist notorisch unterbesetzt.

Hinter jeder Tür menschliche Abgründe

Chefarzt Dr. Dr. Andreas Norstädter (Alex Brendemühl) ist natürlich überzeugt, dass vom Klinikpersonal niemand etwas mit dem Tod zu tun hat. Doch auf der Station lauern hinter jeder Tür neue menschliche Abgründe: suizidale Pfleger, Krankenschwestern, die in der Teeküche kranke Tiere pflegen, absichtliche Behandlungsfehler.

Keine gute Umgebung für Kommissar Faber (Jörg Hartmann), den Alpträume über seine verstorbene Familie und Schlafstörungen quälen, und seine Kollegin Nora (Aylin Tezel), die unter Panikattacken leidet. Auch „der Neue“ Jan Pawlak (Rick Okon) scheint Probleme Zuhause zu haben, findet sich aber ansonsten langsam ins Ermittler-Team ein.

Faber ist im Laufe der Ermittlungen so verzweifelt, dass er sich beim Psychologen Norstädter in Behandlung begibt. Keine gute Idee, denn in diesem Krankenhaus scheinen die Patienten noch die geringsten Probleme zu haben.