Symbolbild.
Symbolbild.
Foto: Unsplash/Markus Spiske

Berlin - Was das Digitale ist und wozu man es braucht, weiß heute jeder. Die Schwierigkeiten beginnen, sobald man eine Definition des Digitalen oder der Digitalisierung in wenige Sätze fassen soll. Die Allgegenwart digitaler Anwendungen hat denn auch mindestens zwei widerstreitende Lesarten hervorgebracht, die man mit einem Begriffspaar des Philosophen Umberto Eco als Auseinandersetzung zwischen Apokalyptikern und Integrierten beschreiben kann. Zur Befindlichkeit des Apokalyptikers gehört es, in der Digitalisierung lauter Gefahren zu sehen. Der Untergang der analogen Welt, die sogleich in romantischen Erinnerungen verklärt wird, ist darin bereits vollzogen. Wie ein Fangnetz hat sich die Digitalisierung über alle gesellschaftlichen Belange gelegt, das flinke Fische ebenso wenig entkommen lässt wie Algen und Plastikmüll. Der digitale Kapitalismus nimmt alles auf und kannibalisiert unterschiedslos Wirtschaft, Kultur und Privatsphäre. 

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