Arnold Schwarzenegger, 73, macht weiter mit seinen Kino-inspirierten Polit-Aktionen. Unlängst nahm der Schauspieler in einer Videobotschaft das Schwert in die Hand, mit dem er 1982 in dem Steinzeit-Märchen „Conan, der Barbar“ alles kurz und klein säbelte, und warnte vor dem bösen Donald Trump, Nazi-Vergleich inklusive. Jetzt zeigt ein auf Twitter veröffentlichtes Video, wie sich Schwarzenegger mit dem legendären Spruch aus dem Roboter-Drama „Terminator“ (1984) gegen Covid-19 impfen lässt: „Folgt mir, wenn ihr leben wollt.“

Schwarzenegger kam jetzt in den Genuss einer Impfung, weil er mit seinen deutlich über 65 Lebensjahren und seinen erst im letzten Jahr operativ behandelten Herzproblemen in Kalifornien zur Risikogruppe gezählt wird. Für den lebensrettenden Nadelstich wählte der einstige Gouverneur Kaliforniens (2003 bis 2011) einen halbwegs spektakulären Schauplatz, nämlich die größte Impfstelle Amerikas – sie wurde auf dem Parkplatz vor dem Football-Stadion der Los Angeles Dodgers eingerichtet.

Dort angekommen, kurbelte Schwarzenegger auf der Beifahrerseite die Scheibe herunter und ließ sich von einer Krankenschwester die Spritze in den Oberarm drücken. Dabei witzelte er in der Stimme des Terminators: „Hau die Nadel rein.“ Bevor er abfuhr, bedankte sich Schwarzenegger artig bei der Frau und erklärte in Richtung Kamera: „Okay, ich habe gerade meine Impfung bekommen.“ Dazu schrieb er: „Heute war ein guter Tag. Ich war noch nie so glücklich, in einer Schlange zu warten.“

Hotspot USA: Rund 406.000 Tote seit Beginn der Pandemie

Und damit die Botschaft auch klar rüberkommt, ergänzte Schwarzenegger noch: „Wenn Du berechtigt bist, schließe Dich mir an und melde Dich an, um Deinen Impfstoff zu bekommen.“ Der Republikaner Schwarzenegger hat sich gegen die Trump’sche Parteidoktrin immer wieder sehr besorgt über die Corona-Pandemie geäußert. Im Sommer hatten der Ex-Gouverneur und vier seiner Amtsvorgänger und -nachfolger zum Tragen einer Maske in der Corona-Krise aufgerufen.

Die Zahl der Corona-Toten in den USA ist inzwischen höher als jene der während des Zweiten Weltkriegs im Kampf gefallenen oder auf andere Weise gestorbenen US-Soldaten. Die Johns-Hopkins-Universität verzeichnete bis zum späten Mittwochabend rund 406.000 Todesfälle in Zusammenhang mit Coronavirus-Infektionen seit Beginn der Pandemie. Laut US-Veteranenministeriums sind im Zweiten Weltkrieg insgesamt 405.399 Soldaten der US-Streitkräfte gestorben.