Schauspieler und Ex-Gouverneur von Kalifornien - Arnold Schwarzenegger.
Foto: Paul Bersebach/Orange County Register via ZUMA/dpa

Es ist alles ein bisschen viel in diesen Tagen. Für jeden von uns ist die Lage unvorhergesehen und neu. Jeder lernt gerade dazu, muss sich von Alltäglichem und Gewohntem verabschieden. Auch Hollywood steht still, prominente Schauspieler infizieren sich wie alle anderen auch, siehe Tom Hanks. Da stellt sich die Frage – welche Rolle haben die Stars, die Prominenten dieser Tage?

Arnold Schwarzenegger, der sich mit seinen 72 Jahren zur Corona-Risikogruppe zählen muss, hat für sich eine Antwort gefunden. Seit Tagen schon unterhält er aus der zunächst selbst auferlegten Quarantäne heraus seine viereinhalb Millionen Follower auf Twitter mit Tiervideos, aufgenommen in den eigenen vier Wänden. Der Schauspieler und ehemalige Gouverneur von Kalifornien lebt nämlich mit Zwergpony Whiskey und Esel Lulu unter einem Dach, die beim gemeinsamen Essen mit dem Schauspieler immer wieder abwechselnd ihre Schnuten auf den Tisch schieben, um etwas Salat oder Gemüse zu stibitzen.

Schwarzenegger macht, was angesichts der Corona-Krise offenbar vielen Menschen hilft und was ja auch die ureigene Bestimmung seiner Branche, der Unterhaltungsindustrie, ist: Er sorgt zu einem Zeitpunkt, an dem das soziale Leben der meisten Menschen dramatisch zusammenschnurrt, für etwas Abwechslung im Alltag, für Ablenkung und Zerstreuung. Mit Flausch gegen die Krise, ist es nicht wenigstens einen Versuch wert?

Natürlich kann man nun einwenden, die Promis hätten leicht reden. Sie ermuntern dazu, zu Hause zubleiben – was in einer 1000-Quadratmeter-Villa mit Garten und Pool weniger dramatisch ausfallen dürfte als in einer Zwei-Zimmer-Wohnung ohne Balkon. Andererseits: Was wären wir in diesen Tagen ohne optimistische Botschaften? Und vielleicht kann Schwarzenegger in seinem inzwischen unter Ausgangssperre stehenden Bundesstaat, dem bevölkerungsreichsten der USA, ein bisschen für Verständnis werben. Die feierwütigen amerikanischen Spring-Breaker, die er in seinen Videos dazu auffordert, auf ihre Partys zu verzichten, erreicht er als Schauspieler vielleicht eher als ein Gesundheitsminister.

Frei nach dem Motto: Wenn sich sogar der „Terminator“ dem Virus beugt und zu Hause bleibt, dann können wir das doch auch ernst nehmen und uns einschränken. Auf Twitter schrieben bereits mehrere Nutzer, dass sie die Videos als beruhigend empfunden hätten. Es sei der „Arnold-Film, von dem wir nicht wussten, dass wir ihn brauchen“.