Wer es unvorhersehbar mag und den Zufall liebt, wer sich gern überraschen lässt, überrumpeln gar – der sollte besser nicht fernsehen. Viele Filme sind ziemlich berechenbar, sämtliche Talkshows gesteuert, Serien folgen den ewig gleichen Mustern, und Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Wo selbst die Realität zusehends „gescripted“, also inszeniert wird, weicht folglich allenfalls der Sport noch ab vom Plan und gelegentlich die „Tagesschau“.Doch keine Sorge: Für Zufallfans gibt es ein Refugium. Es läuft – wo sonst – auf Arte und ist – was sonst – ein Nischenprodukt.

Seit 2002 schickt der Kulturkanal regelmäßig mal national, mal global, oft auch bloß den Kennern bekannte Künstler „Durch die Nacht“, so der Titel. Drehbücher? Gibt’s nicht! Harmonie? Keine Garantie! Streitpotenzial? Wird sich zeigen! An wechselnden Orten von Hamburg über New York bis Görlitz, die beide Protagonisten irgendwie verbinden, setzt sich das Paar auf Zeit in ein schickes Auto und reist bis zum Morgengrauen durch die Stadt, auf der Suche nach so was wie Gemeinsamkeit oder Reibung. Ausgang offen.

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