Ulrich Gutmair zog im Oktober 1989 nach Westberlin, um Geschichte und Publizistik an der FU zu studieren. Einen Monat später fiel die Mauer – der heutige Taz-Redakteur gehörte zum ersten westlichen Stoßtrupp, der die historische Mitte Berlins als Abenteuerspielplatz für sich entdeckte. Aus dem Nichts entstanden in der grauen Gegend illegale Bars und Galerien, gegründet und bevölkert von einer jungen Boheme, bunt zusammen gewürfelt aus Ostlern und Westlern plus einer großzügigen Portion der Jugend der übrigen Welt. Sie fanden jede Menge Freiräume und jede Menge unbewältigte Geschichte.

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