Gäste sitzen im Freiluftkino „Riviera“ beim Athener Filmfestival und halten Abstand.
Foto: Vaiva Bauze/dpa

Das Athener Filmfestival hat es trotz Corona geschafft, sein gesamtes Programm zu zeigen – dank der vielen Freilichtkinos in der griechischen Hauptstadt und dem gewohnt guten Wetter. „Dieses Jahr haben wir einen Kampf gewonnen“, sagte der Kulturdirektor des Festivals, Loukas Katsikas, der Deutschen Presse-Agentur kurz vor Abschluss des zweiwöchigen Events am Donnerstagabend. Nicht vielen Festivals weltweit sei das gelungen.

Nur wenige Tage vor Beginn der Veranstaltung am 23. September waren in Griechenland wegen steigender Corona-Zahlen alle Kinosäle geschlossen worden. Das Festival wich kurzerhand auf die Freilichtkinos aus. Dort gab es strenge Sicherheitsmaßnahmen, um die rund 90 Filme des internationalen Programms zu sehen. Der erste Preis, die Goldene Athene, ist mit 5000 Euro dotiert. 48 Filme nahmen an dem Wettbewerb teil. Die meist jungen Filmemacher stammten in diesem Jahr unter anderem aus Mexiko, Kuba, China, Russland, Südafrika, Dänemark und der Schweiz.

Die Filmfans kamen den Veranstaltern zufolge trotzdem zu Tausenden. Bei abendlichen Temperaturen von über 25 Grad sahen sie die Beiträge oft zu intensivem Duft des Nacht-Jasmins, der in vielen der Kinos blüht. Die Eingangskontrollen mit Maskenpflicht und Fiebermessen, ließen die Menschen geduldig über sich ergehen. Die Kinos durften zu zweit besucht werden, zwischen den Gästen blieben je zwei Plätze frei. Pausen waren verboten, auch das Aufstehen oder Herumlaufen. „Und keine Küsse zur Begrüßung, wenn Sie einen alten Freund treffen!“, warnte ein Filmspot zu Beginn eines jeden Kinoabends.