Die alten Japaner hatten vielleicht recht. Nicht ob etwas „schön“ sei oder „hässlich“, sondern ob es „meisterhaft“ gemacht ist, war entscheidend. Meisterhaft in der Balance zwischen Arrangiertsein und doch ganz Natur. Die Performerin Sharon Smith steht im Dämmer der HAU2-Bühne und steckt ein paar Blumen und Zweige zu einem Gesteck. Ikebana, erklärt sie, ist die perfekte Verbindung dieser zwei: Blumenleben und Blumenkunst. Und wie sie dann die Schere ansetzt, wird unverkennbar, dass sie noch einige Dekaden braucht zur Meisterschaft darin.

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