Die ganze Familie ist daheim. Die Mutter kocht, die Kindern albern vor dem Fernseher herum, der Vater trinkt Kaffee, und dann holt er Holz. Das hier sind arme Leute; ihr Zuhause ist sehr bescheiden – eben so ausgestattet wie die Wohnungen der anderen Roma, die in diesem Dorf irgendwo in Bosnien leben. Und trotz der Armut ist dies Heimat, und die Leute lieben ihre Kinder, wie anderswo, in anderen Ländern, Eltern ihre Kinder lieben.

So viel ist klar nach den ersten Szenen des neuen Films von Danis Tanovic. „Aus dem Leben eines Schrottsammlers“ erzählt von einem ganz normal erscheinenden Alltag, der jäh unterbrochen wird durch ein unerwartetes Ereignis. Nein, es kommen keine Rassisten mit Gewehren wie in Bence Flieg-aufs Drama „Nur der Wind“, um die Roma zu töten. Und doch geht es auch hier um die Erfahrung von Rassismus, aber es ist eine latente, systemisch verankerte.

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