BerlinAm 25. Juli 1950 kehrt der Schauspieler Curt Bois in seine Heimatstadt Berlin zurück. Siebzehn Jahre hat er im Exil verbracht, die meiste Zeit in den USA. In Hollywood hält er sich mit vorwiegend kleinen Rollen über Wasser. In „Casablanca“ spielt er einen Taschendieb an der Seite von Humphrey Bogart: große Augen, scharfer Verstand, flinke Hände. Doch Bois hat Sehnsucht nach zuhause.

Thomas Mann ermuntert ihn zur Rückkehr. Bertolt Brecht sichert ihm Unterstützung zu. Die neu gegründete Akademie der Künste der DDR leistet finanzielle Hilfe für die Überfahrt. Bois will an alte Erfolge anknüpfen, an Auftritte in Kabarett und Film, als Charakterdarsteller bei Erwin Piscator und Max Reinhardt. Für die Nazis war er ein „Kulturbolschewist“. Bois ist Jude, Antifaschist und schwul.

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