Berlin - Schrillgrün schiebt sich die Wand in die Ausstellungshalle der Akademie der Künste am Hanseatenweg. Ein leuchtend klares, raumgreifendes Zeichen. Waagerecht durchstoßen von einer lila Stange, behauptet sie sich als riesige Farbfläche mit Linie – als dreidimensionales Bild im Raum. Dieses Werk ist also eine Behauptung; eine, die Stellung bezieht und damit das thematisiert, was die Ausstellung „Aufbruch. Malerei und realer Raum“ dem Betrachter vorführen will. Hier geht es um die Überwindung der traditionellen Tafelmalerei seit mehr als sechs Jahrzehnten.

Die Rauminstallation des Österreichers Gerwald Rockenschaub ist die jüngste Position in dieser Aufbruchs-Ausstellung, und sie wirkt ziemlich grell. Man muss sich ihrer Strahlwucht erst einmal entziehen, um die anderen Werke an der Wand vor dem Auge wirken und sich entfalten zu lassen. Am meisten profitiert noch Kuno Gonschiors sich beulenförmig aus dem runden Rahmen blähendes „Rundkonvex Rot-Grün-Violett“ von 1967 vom Abglanz seines Gegenüber.

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