Berlin - Solch einen Saal hat man noch nie gesehen. Wollte ihn auch nicht sehen. Er schmerzt. Originalgroß abgezogene Schwarz-Weiß-Fotografien von Gemälden Botticellis, Caravaggios, Zurbarans oder vom prachtvollen mittelalterlichen Schöppinger Altar hängen im Obergeschoss des Bode-Museums an kaltblau gestrichenen Wänden. In der Mitte steht ein Abguss jener zierlichen Statue, die Wilhelm von Bode einst kühn Michelangelo zuschrieb. Ein Saal als Denkmal: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sind alle diese Werke im Frühsommer 1945 im Flakbunker Friedrichshain verbrannt.

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