Womöglich wäre diese Ausstellung, hätte sie nach ersten Plänen in die Stiftung Brandenburger Tor einziehen können, in Berlin nur eine Schau unter Hunderten anderen geworden. So genießt nach der Absage jetzt Lübeck den Ruhm, Schwedens Nationalheiligen unter den Malern, Anders Zorn (1860-1920), der 1896 in Berlin auf der Schau der Königlichen Kunstakademie seinen Durchbruch hatte, als Phänomen der frühen Moderne zu zeigen.

Von diesem Maler sagten Freund wie Feind: „Er kann es eben so verdammt gut!“ Und nicht nur das Malen und Radieren. Auch das Sich-Vermarkten. Zorn, Schwedens Vorzeige-Impressionist, eleganter Aufsteiger aus dem armen bäuerlichen Milieu und zugleich Maler der heimischen Kultur, erlebt derzeit eine internationale Renaissance. Sammler treiben die Gebote inzwischen in Millionenhöhe. Gleich in den ersten Tagen drängten denn auch schon 1 400 Besucher ins klassizistische Museum Behnhaus Drägerhaus, das zum so liebvoll mit ehrgeizigem Bürgersinn gepflegten und geförderten Museumsverbund von elf Häusern gehört.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.