Das stählerne Monstrum hält die Krähe im Würgegriff – vor einer roten Betonlandschaft. So brachial, theatralisch, plakativ setzte nicht nur der Leipziger Jürgen Schäfer sein DDR-Lebensgefühl auf die Leinwand.

Der vormundschaftliche Staat „umarmt“ die unzufrieden krächzenden, nach Freiheit hungernden Künstler. Die enttäuschten Staatsgetreuen sahen sich in der Rolle von Ikarus, die Oppositionellen als Krähen. Krähen, von denen einige über die Mauer „flogen“, ausreisten oder rigoros ausgebürgert wurden. Wie der „Mann mit dem Koffer“ des in der Leipziger Schule ausgebildeten Berliners Trak Wendisch. Einsam auf dem Bahnsteig steht einer, der wegging und doch nie richtig angekommen ist.

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