Reiter und sein Pferd, kolorierter Gips zur Veranschaulichung der germanischen Vorfahren, nach 1913, Modell geschaffen von Heinrich Keiling, Halle.
Foto: Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz / V. Iserhardt

Berlin - Der Germane an und für sich trug barbarisch einengende Hosen, oft fest um die Schenkel gebunden, und hipsterbuschigen Bart im Gegensatz zu den meist glatt rasierten Römern. Auf deren Reliefs wehen die Germanen-Haare gerne wild bewegt und frei, schwellen die Muskeln an Armen und Brust. Gefährliche Zeitgenossen offenbar, erzählen diese Kunstwerke, kaum unterzukriegen, aber ohne verfeinerte Kultur. Wir kennen zwar nur diese Skulpturen als bildliche Darstellungen jener von Caesar in seinem Kriegsbericht aus Gallien erstmals als Germanen bezeichneten Menschen, die auf der nördlichen Seite von Rhein und Donau lebten. Aber man kann wohl als sicher annehmen: Germanien war kein Land der Schneider oder der Barbiere und wohl auch nicht das einer eleganteren Lebenskultur.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.