Rüdersdorf - Zwei Stimmen aus dem Off dringen an das Ohr des Besuchers, wenn er über das Gelände der ehemaligen Turbinenhalle am Stienitzsee nahe Rüdersdorf streift. Die eine gehört einem Obdachlosen. Er habe schon wiederholt in verlassenen Gebäuden gehaust, erzählt er. Zwei Ausgänge müssten derlei Schlafplätze immer haben, damit er im Falle eines Angriffs fliehen könne. Die andere Stimme erzählt die Geschichte eines Investors. Er berichtet, wie er ein verlassenes Gebäude entdeckt, kauft und zu neuem Leben erweckt. Seine Stimme ist in den verfallenen Katakomben des früheren Kraftwerks zu hören. Unweit des versteckten Lautsprechers ist eine Skulptur zu sehen, die zu dem Kunstwerk gehört: die stilisierte Schlafstätte eines Obdachlosen.

Beide Audioaufnahmen – gefertigt von der Künstlerin Anne Peschken – sind authentisch. Die Geschichte des Investors ist die Geschichte von Henrik Sundström. Der einstige schwedische Tennisprofi hat die malerisch am Stienitzsee gelegene, von einem markanten Turm überragte Industrieruine gekauft. 

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