Berlin - Mit den Wechselfällen des Lebens machte Kamal Sallat einschneidende Erfahrungen. Er hat gelernt, dass erstens Hoffnung und zweitens Geduld und Gelassenheit so hilfreich sind wie gute Freunde. Der syrische Regimekritiker – er hat in Damaskus Kunst studiert – floh 2015 aus Idlib vor den Schergen Assads über die Türkei auf einem Schlauchboot nach Griechenland. „Und überlebte“, so der heute Vierzigjährige. Er gelangte nach Berlin. „In die Stadt der weltoffenen Kunst“, wie er es sieht. Ein Sehnsuchtsziel.

Im Vorkriegs-Syrien war er ein erfolgreicher  Maler, Bühnenbildner und Innenarchitekt. Wegen seiner in Bildern ausgedrückten Regimekritik kam er ins Gefängnis, konnte aber  fliehen. Hier in Berlin fing er ganz von vorne an: Kurse an der UdK und ein Senatsstipendium. Seine Collage zur Kopftuch-Debatte machte 2017 Furore im Kunstbetrieb, in die Augenschlitze eines Niqap passte er Spiegel ein. So sah sich der Betrachter selbst schwarzverschleiert. Fotos davon gingen durch die Medien. 

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