Jennifer Grey und Patrick Swayze tanzen in „Dirty Dancing“ den letzten Tanz der Saison. 
Foto: Imago Images

Berlin„Es war im Sommer ’63. Alle nannten mich Baby. Irgendwie hat mir das gefallen. Es war, bevor Präsident Kennedy ermordet wurde, bevor es die Beatles gab und als ich nicht abwarten konnte, der Friedensbewegung anzugehören. Das war der Sommer, in dem ich dachte, dass ich nie einen Jungen finden würde, der so toll ist wie mein Dad.“ Mit diesen Worten der 17-jährigen Arzttochter Frances „Baby“ Houseman beginnt der Überraschungserfolg der Kinosaison 1987/88, ein Klassiker, der bis heute einer der populärsten Tanzfilme der Kinogeschichte ist – und der auch die Kassen ordentlich klingeln ließ. Weltweit spielte „Dirty Dancing“ rund 218 Millionen US-Dollar ein, dabei betrug das Budget gerade mal sechs Millionen Dollar.

Nicht nur Sätze wie der eingangs erwähnte brannten sich tief ins kollektive Gedächtnis, auch „Mein Baby gehört zu mir“ oder „Ich habe eine Wassermelone getragen“ sind Zitate für die Ewigkeit. Kein Wunder, dass es immer mal wieder Versuche gab, den Erfolg des Originals zu wiederholen, an alte Muster anzuknüpfen. Seit jeher stehen Fortsetzungen und Remakes für eine gewisse Ideenlosigkeit im Filmbusiness, gleichwohl aber auch für gesunden Pragmatismus: Kann man doch mit bereits vorhandenem Stoff, der den Kinobesuchern bestens vertraut ist, bequem die Profite maximieren.

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