Köln - Der Streit zwischen Jan Böhmermann und Twitter erinnert ein bisschen an Kinderspielplatz. Es fehlt nur noch der Satz „Wenn du mir nichts von deinen Süßigkeiten abgibst, bist du nicht mehr mein Freund.“

Was war geschehen? Am Montag hat Twitter zehnjähriges Jubiläum gefeiert und anlässlich seines runden Geburtstags etliche Torten in ganz Deutschland verschickt. Und zwar an Personen und Medienhäuser, die auf Twitter vertreten sind und über viele Follower verfügen. 

Jan Böhmermann und sein Team vom „Neo Magazin Royale“ gingen leer aus. Der Moderator war beleidgt. Künftig wolle er dem Kurznachrichtendienst den Rücken zukehren und auf soziale Netzwerke wie Facebook und Snapchat setzen, teilte er mit. Denn: „Wir fühlen uns wie Sabine Lisicki. Betrogen, benutzt, liegen gelassen für so ein billiges Flittchen.“

Doch Twitter kämpft um seinen Spielplatz-Freund. Am Donnerstagabend rief Twitter Deutschland dazu auf, Jan Böhmermann nachträglich Torten zukommen zu lassen. „Unsere Liebe hält das doch aus, oder?“, heißt es in einem Post. „Wir machen es auch wieder gut.“

Mit dem Hashtag #backenfürböhmi ruft das soziale Netzwerk seine Nutzer dazu auf, eine Torte für den Moderator zu backen. In einem Video sieht man eine „Dr. Böhmi“-Backmischung für einen Maulwurf-Kuchen Royale.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.

Sogar Bundesjustizminister Heiko Maas mischte sich in die Diskussion ein:

Und tatsächlich ließ sich Böhmermann ein wenig aus seinem Schmollwinkel hervorziehen. Ein Tweet in der Nacht zu Freitag zeigt, dass es eine Chance auf Versöhnung geben könnte. Böhmermann spricht wieder mit Twitter.

Am Freitagmorgen scheint der Boykott endgültig gebrochen. Die beiden werden bald schon wieder miteinander spielen. Als wäre nie etwas geschehen. (tis)