Barberini-Museumsgründer Hasso Plattner.
Foto: dpa/Soeren Stache

Potsdam - Unmittelbar vor der Vernissage der großen Schau „Monet.Orte“ im Potsdamer Barberini, abermals ein Ereignis im nationalen wie internationalen Kunstkalender, gibt Hasso Plattner, SAP-Gründer und Mäzen des 2017 eingeweihten privaten Kunstmuseums, das nächste große Vorhaben bekannt.

Ab dem 5. September, im alljährlichen Kunstherb in Potsdam und Berlin, widmet er das im historischen Stil wiederaufgebaute Palais am Ufer der Havel um in eine Dauer-Schaustelle des französischen Impressionismus mit Bildern von Monet, Renoir, Cross und Sisley.

Überraschung zur Pressekonferenz

Hasso Plattner ist seit Jahren im Besitz von 104 Spitzenwerken des im späten 19. Jahrhundert spektakulären Stils, dessen Maler den Akademismus der Salons verließen und in freier Natur das Licht und das Atmosphärische des Augenblicks auf die Leinwand holten. Der Sammler besitzt allein 34 meisterliche Gemälde von Claude Monet (1840-1926).

Kürzlich kaufte er auf einer Auktion bei Sotheby's New York für 110,7 Millionen Dollar aus der 25-teiligen Serie der berühmten „Getreideschober“, die Monet zu allen Jahreszeiten malte, einen im Licht der Abendsonne gleichsam glühenden Heuhaufen. Diesen Coup behielt er bis zur Pressekonferenz am Donnerstag geheim. Jetzt hat das grandiose Gemälde einen ikonischen Platz in der Schau, die bis Juni läuft.

Drei monetsche Heuhaufen. Das mittlere Gemälde ist der neueste Ankauf von Hasso Plattner.
Foto: dpa/Soeren Stache

Hasso Plattner: „Alles wird bunter und jünger“

Das Inszenario könnte der Prolog dafür sein, dass das Barberini zu einem der größten Impressionismus-Wallfahrtsorte weltweit - nach dem Pariser Musee d‘ Orsay - avanciert.

Für die beliebten Barberini-Sonderausstellungen auch zeitgenössischer internationaler Kunst sowie Plattners private Kollektionen von Malerei und Plastik aus DDR-Zeit lässt er derzeit das einstige Restaurant Minsks, einen sachlichen Zweckbau der DDR-Moderne auf dem Potsdamer Brauhausberg, herrichten.

„Dort wird alles bunter und jünger“, betont er. Auch diese privat finanzierte Kunst-Institution hat im September Einweihung und wird künftig geleitet von Steffi Plattner, Tochter des Sammlers und Museumsgründers.