Nationalspieler Benjamin Henrichs.
Foto: Imago Images/Martin Hoffmann

Benjamin Henrichs (23) kennt das Gefühl nur zu gut, wegen seiner Hautfarbe beleidigt oder beschimpft zu werden. Doch der Mord an dem Afroamerikaner George Floyd in den USA und die daraus folgenden weltweiten Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus haben den dreimaligen Fußball-Nationalspieler noch einmal kräftig aufgerüttelt – und auf die Straße getrieben. Kürzlich demonstrierte Henrichs für die „Black Lives Matter“-Bewegung in Düsseldorf. Der Profi vom AS Monaco ist wütend und teilt uns das auch per Instagram mit: Er appelliert an Verbände und (weiße) Mitspieler, noch stärker gegen Diskriminierung vorzugehen.

Und für alle, die es immer noch nicht verstanden haben, gibt uns Henrichs das hier auf den Weg: „Vielleicht ist hierzulande die Polizeigewalt nicht so schlimm wie in den USA, dennoch gibt es auch in Deutschland ein ernsthaftes Problem mit systematischem Rassismus. Dabei ist das keinesfalls nur auf Schwarze bezogen – Rassismus ist generell ein Problem … Ich denke, Rassismus fängt an, wenn sich eine Person einer anderen überlegen fühlt. Leider sind immer noch viel zu viele Menschen dieser Ansicht und das macht mich wütend und traurig zugleich. Denn Rassismus ist keine Meinung, Rassismus ist ein Verbrechen!“

Juan Manuel Ballestero (47) hatte große Angst um seine Eltern, die grassierende Corona-Pandemie bedrohe ihr Leben, so war der Mann überzeugt. Er wollte sie unbedingt sehen, vielleicht ein letztes Mal, und riskierte sein Leben: Weil wegen des Virus alle Flüge gestrichen waren, kaufte Ballestero für 200 Euro Proviant, setzte sich in ein Segelboot und fuhr von der portugiesischen Insel Porto Santo los, um jetzt, nach einer dreimonatigen Atlantiküberquerung, den argentinischen Badeort Mar del Plata zu erreichen. Was für ein Ritt: Das Segelboot „Skua“ misst nicht einmal neun Meter in der Länge.

Juan Manuel Ballestero erreicht den Badeort Mar del Plata in Argentinien.
Foto: AP/Vicente Robles

Nun ist Ballestero allerdings ein erfahrener Skipper und hatte bereits 2011 den Atlantik überquert. Dennoch brachte die Fahrt ihn und vor allem sein Boot – diese Nussschale! – schnell an die Grenzen. Mehrfach geriet der Argentinier in heftige Stürme und die Außenhaut seines Schiffes bekam Risse. „Das Wasser stand mir bis zum Bauchnabel“, erzählte er der Zeitung La Nación. Seine Eltern Carlos (90) und Nilda (82) kann er allerdings noch immer nicht in die Arme schließen, er muss vorher noch die zweiwöchige Quarantäne auf seinem Boot verbringen. So lautet die Vorschrift der Gesundheitsbehörde.

Ein Wunsch konnte nach einer Fahrt über 8000 Kilometer und 85 Tage auf hoher See allerdings nicht länger warten. „Schickt mir ein Schnitzel rüber“, rief er seinen Freunden und Bekannten zu, die ihn an der Hafenmole erwarteten. Toll! Bleibt nur noch die Frage, warum die solitäre Atlantikreise nicht auf die Quarantäne angerechnet wird. Denn auch bei seinen kurzen Zwischenstopps in Brasilien und Uruguay hatte der Mann die Abstandsregeln befolgt.

George Takei (83) hat einen flotten Tipp parat, wie man sich unter Wahrung aller Abstandsge- und Berührungsverbote in diesen harten Corona-Zeiten dennoch formvollendet grüßen kann: Mit dem Vulkanier-Gruß! Wie bitte? Nun, Takei wurde in der legendären „Raumschiff Enterprise“-Serie (1966-1969) als Steuermann Sulu berühmt. Von daher ist ihm selbstverständlich die von Leonard Nimoy gespielte Figur des Mr. Spock bekannt und eben dessen Vulkanier-Gruß, bei dem Mittel- und Ringfinger zu einem V gespreizt werden. Der Gruß wird von dem Spruch „Live long and prosper!“ begleitet.

Geht doch: Der US-Schauspieler George Takei mit dem Vulkanier-Gruß.
Foto: dpa/Wolfgang Kumm

Für Fans der Science-Fiction-Serie, die im US-Original „Star Trek“ heißt, für alle Trekkis also ist der Vulkanier-Gruß ein gegenseitiges Erkennungsmerkmal. Und nun eben auch eine halbwegs originelle Corona-Botschaft: Lebe lang und gesund!