Die afghanische Filmemacherin Sahraa Karimi, die sich am Sonntag in einem verzweifelten offenen Brief an die Welt gewendet hat, ist in Sicherheit. Glückliche Zufälle, soziale Medien und engagierte Menschen haben diese Rettung möglich gemacht. Es ist eine irre Geschichte.

Einer dieser Menschen ist Wanda Hryicova, die Präsidentin der Slowakischen Film- und Fernsehakademie, deren Mitglied Sahraa Karimi ist. Sahraa Karimi hat in Bratislava studiert, die beiden kennen sich. Wanda Hryicova las den offenen Brief, den Karimi auf Facebook gepostet hatte, und teilte diesen über ihren eigenen Facebook-Account. Nur ein paar Minuten später bekam sie einen Anruf von einem Freund aus Kiew. Der Anwalt und Filmproduzent, der derzeit im Büro des ukrainischen Präsidenten arbeitet, hatte den Brief gelesen und Hilfe angeboten. In dem Flugzeug, mit dem ukrainische Staatsbürger aus Kabul  ausgeflogen werden sollten, seien noch Plätze frei. Zwölf Plätze. Wanda Hryicova rief Sahraa Karimi an: „Mach dich sofort auf den Weg.“ Sahraa Karimi holte ihren Bruder und dessen Familie sowie zwei Filmemacher ab und fuhr los.

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