Berlin - Ghada Amer hat aus dem Raum einen Altar gemacht. Auf zitronengelben Wänden hängen zwei aus farbkräftigen Wortfragmenten gemalte, in der Wirkung wie collagierte Bildnisse, zwei schöne junge Frauen, das einer Farbigen und das einer Weißen. „Kamilah“ könnte der „Black Lives Matter“-Bewegung entstiegen sein und die kesse „Sindy“ als solidarische und mutige Gefährtin der afroamerikanischen Gemeinschaft gesehen werden.

Davor ruhen auf schlichten weißen Holzpodesten drei farbige Keramikgebilde, wurmartig zu gordischen Knoten und Batzen verschlungene Bänder und Röhren mit in den Raum kragenden Enden, von denen man nicht weiß, wo sie ihren Anfang nahmen. Darüber blicken die beiden erwähnten Frauenporträts den Eintretenden offensiv an. „The women I know“ nennt die 1963 in Kairo geborene, in New York lebende Malerin und Bildhauerin Ghada Amer ihre Ausstellung in der Berliner Galerie Kewenig.

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