Berlin - Die zwölfte Version der Berlin Biennale hat ein Netz von Veranstaltungsorten über die Hauptstadt gespannt. Bei der an diesem Freitag beginnenden Kunstausstellung sind Arbeiten an sechs verschiedenen Orten zu finden, darunter die Akademie der Künste, das Museum für Gegenwart im Hamburger Bahnhof, das KW Institute for Contemporary Art und die frühere Zentrale des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (Stasi). Bis zum 18. September zeigt die Berlin Biennale unter dem Titel „Still Present!“ Arbeiten von 70 Kunstkollektiven, Künstlerinnen und Künstlern.

Während des Eröffnungswochenendes sind Performances und Aktivierungen angekündigt, die während der Biennale regelmäßig wiederholt werden sollen. Zum Begleitprogramm gehören auch Konferenzen, die nach Angaben der Veranstalter thematisieren sollen, „wie Kolonialismus und Imperialismus in der Gegenwart fortwirken“. Kuratiert wurde die Ausstellung vom französischen Künstler und Fotografen Kader Attia.

Die Berlin Biennale hat den Anspruch, mit einem politischen Profil für eine engagierte Kunst zu stehen, „die sich den drängenden Fragen der Gegenwart stellt“. Attia beschäftigt sich als Künstler etwa mit dem Begriff der Reparatur von Objekten und Verletzungen wie auch von individuellen und gesellschaftlichen Traumata. Als Kurator habe Attia diesen Ansatz zum Ausgangspunkt eines Programms gemacht, „das Beitragende und Publikum in eine kritische Debatte involviert und in eine gemeinsame Suche nach Wegen, für das Jetzt Sorge zu tragen“, hieß es.