Berlin - Tomasz Kuklicz kniet in der Fleischfabrik auf einer Matte und baut Körperspannung auf. Man könnte meinen, dass der muskelbepackte Mann in den nächsten Minuten ein Tier fachgerecht zerlegen möchte. Weit gefehlt. Vielmehr ist der nächste Schritt, mit seinem Körper in Einklang zu kommen. Dazu winkelt er seine linke Hand mittig vor der Brust an, atmet seelenruhig ein und aus. Kuklicz praktiziert eine Yoga-Figur. Möglich ist das an diesem Ort, weil das ehemalige Schlachthaus in einem Spandauer Gewerbegebiet bereits vor zehn Jahren zu einem Trainingszentrum für Sportler umfunktioniert wurde. Kickboxen, Kraftsportgeräte aller Art und genügend Raum für Yoga: Zu jener Zeit, als der Ausbau der Sportstätte Fortschritte machte, lag Kukliczs Karriere nahezu am Boden. Denn der als DJ Tomekk bekannt gewordene Kuklicz hatte nach seinem rasanten Aufstieg im Musikbusiness über Jahre einen hohen Preis für seinen Ruhm bezahlt: „Den Verlust der Kontrolle über mein eigenes Leben.“

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