Abdullah Ibrahim beim Applaus in der Berliner Philharmonie.
Abdullah Ibrahim beim Applaus in der Berliner Philharmonie.
Foto: Roland Owsnitzki

Berlin - Was soll man als Pianist tun, wenn man anderthalb Stunden alles gegeben hat, die Seele, den Soul, den Groove und die Andacht, und die Leute einfach stehen bleiben und nicht aufhören wollen zu klatschen? Abdullah Ibrahim verharrte einige Minuten still lächelnd vor seinem Flügel in der Philharmonie, das demütig zenartige Anthrazit lose am Körper, die 85 Jahre alten Haare weiß, die Hände vor der Brust. Dann hob er eine ans rechte Ohr - und sang: Ein ergreifendes Medley aus afrikanischem und amerikanischem Gospel, mit einer zerbrechlichen Stimme, die dabei wie zuvor sein Spiel viel entschlossener klang, als sein Schritt aussah, mit dem er danach von der Bühne schuffelte. 

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