BerlinDie Verleiher und Filmtheater hatten ihre Warnungen an die Städte und an die Bundesregierung geschickt, dass ihnen eine zweite Pause nicht nur ungerecht und wirtschaftlich kaum verkraftbar scheint, sondern auch falsch. Der Deutsche Bühnenverein appellierte an die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidentinnen, die Theater- und Konzertsäle nicht zu schließen, weil man sich darin kaum mit dem Virus anstecken würde. Aber ab Montag ist es nun so: Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind zu. Für das Publikum wirkte dies am Wochenende offenbar wie ein Weckruf.

Fernsehkameras zeigten Leute in Restaurants und Cafés, einmal noch auswärts essen wollten sie und sprachen in die Mikrofone: „Wir tun das auch für die Gastronomen.“ Kinofreunde sahen beim Online-Kartenverkauf immer wieder die Anzeige blinken: „Dieser Vorgang ist leider nicht möglich“, weil alle buchbaren Plätze schon weg waren. In den großen Sälen stellte sich nach langer Zeit sogar wieder ein Volles-Kino-Gefühl ein, trotz Corona-Abstand wirkte zum Beispiel das International am Sonnabend wie dicht besetzt. Und das, nachdem in den vergangenen Wochen viele aus Sorge ferngeblieben waren.

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