Berliner Ausstellung zeigt ungarische Avantgarde

Beim Museumsbesuch passiert es manchmal, dass man erst aufs Schild neben einem Bild schielt. Kennt man den Namen? Die Berlinische Galerie zeigt nun mit einer...

Berlin-Die Berlinische Galerie setzt sich in einer neuen Ausstellung mit Künstlerinnen und Künstlern der ungarischen Avantgarde auseinander. Das Museum will nach eigenen Angaben erstmals umfassend den ungarischen Beitrag zur Klassischen Moderne in Berlin würdigen. Die Ausstellung „Magyar Modern“ zeigt rund 200 Gemälde, Grafiken, Skulpturen, Fotografien oder auch Zeichnungen. Abgebildet wird eine Zeitspanne zwischen 1910 und 1933.

„Sie werden sich beim Rundgang sicherlich fragen: "Warum kenne ich so viele Namen dieser großartigen Kunst nicht?"“, sagte Direktor Thomas Köhler am Mittwoch. Das habe sicherlich vielfältige Gründe. „Aber ein wesentlicher dürfte auch sein, dass der Kalte Krieg dafür gesorgt hat, dass wir uns nicht hinreichend mit der osteuropäischen Moderne auseinandergesetzt haben.“

Die Ausstellung zeigt Werke unterschiedlichster Stilrichtungen. Die Künstlerinnen und Künstler - „alle feste Größen der ungarischen Kunstgeschichte“ - würden mit Hauptwerken gezeigt, die sie in ihrer Berliner Zeit geschaffen oder in der Stadt ausgestellt hätten, teilte das Museum mit. Dazu gehöre etwa die Gruppe „Die Acht“ mit ihrer farbgewaltigen Malerei. Gezeigt werden beispielsweise auch Plakate, Pressefotos oder Kunst des Bauhaus-Mitstreiters Lászlo Moholy-Nagy.