BerlinDie Kulturverwaltung meldet, dass sie den Vertrag mit dem Intendanten des Berliner Ensembles, Oliver Reese, um eine weitere Amtszeit von fünf Jahren verlängert. Er bleibt also bis 2027 auf dem Posten. Die Pressemitteilung zitiert Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) mit einer kleinen Gemeinheit gegen Reeses Vorgänger Peymann. Man achte in dem Statement auf das „wieder“: Oliver Reese, der seit 2017 amtiert, „hat in den vergangenen drei Jahren einen Reformkurs begonnen, der das Berliner Ensemble wieder zu einem wichtigen Ort des Gegenwartstheaters macht“.

Wir haben Reese in der Tat zu verdanken, dass das Theater am Schiffbauerdamm infrastrukturell ertüchtigt wurde. Es ist sozusagen „wieder“ funktionsfähig, was Arbeitsabläufe, Verwaltung und das künstlerische Betriebsbüro betrifft. Dass es jetzt einen Haustarifvertrag gibt und zwei Nebenspielstätten geschaffen wurden, die auch für Publikum geeignet sind, gehört auf die Haben-Seite. Reese ist ein fleißiger, smarter und tougher Manager. So etwas fällt in Berlin natürlich auf.

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