Christian Morin, Katja Lucker und Martin Hossbach veranstalten in diesem Jahr das Festival Pop-Kultur (v. l. n. r.).
Foto: Roland Owsnitzki

Berlin - Über die derzeitige Depression in der Popkultur muss nicht mehr viel gesagt werden. Der Virus-Crash hält die gesamte Szene am Boden, die Aussichten sind trüb bis düster. Umso wichtiger ist jedes Signal, das über Durchhalteparolen und Appelle an Öffentlichkeit und Politik hinausreicht – wie die diesjährige sechste Ausgabe der Pop-Kultur, des vom senatsgestützten Musicboard ausgerichteten Festivals.

Notgedrungen und mit nur einem Drittel der vorgesehenen Künstler weicht auch die Pop-Kultur diesmal ins Virtuelle aus. Trotzdem alles anders ist, wird das Festival keineswegs als Rückzug inszeniert. Musicboard-Chefin Katja Lucker mit den Kuratoren Martin Hossbach und Christian Morin haben sich vielmehr ein eigenes, mehrdimensionales – und sehr gelungenes – Format ausgedacht, das die Struktur des Festivals nachbildet. Nur wurden die Künstler eben nicht vor Ort versammelt, sondern dazu eingeladen, ihre Beiträge visuell vorzuproduzieren, in Accra und Riga, in Tel Aviv, Andalusien oder Berlin. Ausschnitte daraus wurden wiederum zu drei einstündigen Magazinsendungen kompiliert, die am jeweiligen Festivaltag gezeigt werden. Derart geteasert kann wiederum der Zuschauer die einzelnen Programmpunkte mit Talks und Workshops ähnlich wie beim analogen Festival über eine Mediathek vertiefen – oder zum nächsten weitergehen.

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