Blick in einen der Bungalows, in dem die Jugend von „Diamante“ Orgien feiert.
Ostkreuz/Annette Hauschild

Berlin - Wer kennt es nicht, das Gefühl, eine Figur in einer Seifenoper zu sein? Mitspieler aus den unteren Schubladen einer Klischeefabrik tauchen auf. Der Lebenslauf nimmt Wendungen, als würde das verantwortliche Schreibbüro verzweifelt auf sinkende Quoten reagieren. Handlungsstränge werden mit beleidigender Willkür ausgeleiert oder abgeschnitten. Oder es wird abgenudelte Gebrauchtware von anderswo an die eigene Geschichte geknotet. Das Leben – ein banales und mühsames Epos, das aus aneinandergereihten Längen zwischen unwillkommenen Drehpunkten besteht und dann am Ende zu kurz gewesen sein wird. Bleibt das Wie. Bleibt die Erzählweise. Sie macht das Leben vielleicht doch interessant. Sie sucht den Kern im Rohmaterial und schleift ihn zum Edelstein ab.

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