Die Kaiser-Platane in Berlin.
Foto: Eberhard Schröter

Berlin - Nun wachse ich hier schon seit 170 Jahren: mitten im heutigen Kulturforum, am Gehweg vor der Staatsbibliothek, schräg gegenüber der Philharmonie. Man nennt mich die Kaiser-Platane. Ich bin die letzte lebende Zeugin von Aufstieg und Fall des Berliner Tiergartenviertels.

Gepflanzt wurde ich 1850, keine fünfhundert Meter westlich vom Potsdamer Platz. Damals breitete sich hier noch eine ruhige Parklandschaft aus. Bis die Bauarbeiter kamen. Sie errichteten noble Villen und Mietshäuser und Straßen. Plötzlich störte ich, und sie wollten mich fällen. Doch kluge Leute beschützten mich. Danach fand ich mich auf einer Straßenkreuzung wieder, mitten auf dem leicht geschwungenen Schnittpunkt von Viktoriastraße und Margaretenstraße.

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