Berliner Kulturzentrum veröffentlicht Israel-Statement und wirft Kultursenator Zensur vor

Von Berlin finanziertes Kulturzentrum Oyoun in Berlin-Neukölln postet fragwürdiges Statement zu Israel. Auf Druck des Kultursenators wollen sie Veranstaltungen abgesagt haben.

Palästinensische Flagge an einer Bushaltestelle auf der Sonnenallee in Berlin-Neukölln.
Palästinensische Flagge an einer Bushaltestelle auf der Sonnenallee in Berlin-Neukölln.Emmanuele Contini

Das seit 2020 von der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt geförderte Kulturzentrum Oyoun mit Sitz in Berlin-Neukölln hat sich über die sozialen Medien mit einem fragwürdigen Statement in englischer Sprache, überschrieben mit „Israel, Palästina und Meinungsfreiheit“, zu Wort gemeldet. Zwar verurteilt Oyoun den Terror der Hamas pflichtgemäß, aber vor allem geht es um die Darstellung Israels als gewalttätige Kolonialmacht. Das liest sich so: „Wir verurteilen aufs Schärfste die gewaltsame Belagerung und die anhaltenden Bombardierungen des Gazastreifens durch die israelische Regierung, die zum tragischen Verlust von Tausenden von Menschenleben geführt haben, darunter der herzzerreißende Tod von Hunderten von Kindern, extreme Traumata, schwere Menschenrechtsverletzungen und unermessliche Tragödien, die jeden Tag weitergehen, sowie Israels sich verschärfende Annexionspolitik im palästinensischen Westjordanland. Und wir verurteilen unmissverständlich die brutale Gewalt der Hamas.“

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