Eine Geschichte über das kreative Berlin kann eigentlich nur auf der Loveparade beginnen, auf dem Wagen von Westbam, mit dem Rausch also, dem kollektiven Taumel einer Stadt, einer neuen, gesamtdeutschen Generation. Damals muss es gewesen sein, dass Berlin anfing, wie ein Magnet auf junge Künstler zu wirken. Berlin war eine Stadt, die so unfassbar viel Energie hervorbrachte und die darin so untypisch deutsch war. Eine Stadt wie ein Versprechen.

In Wahrheit aber beginnen die meisten Geschichten über das kreative Berlin nicht mit dem großen Knall. Sie beginnen zum Beispiel in der Stuttgarter Fußgängerzone, ein paar Jahre vor dem Tag an dem Ralf Schmerberg auf der Loveparade auf dem Wagen von Westbam entschied, nach Berlin zu ziehen. Da stand er also, 17 Jahre alt, ein Metzgerlehrling, und sah Männer und Frauen ganz in Rot, Anhänger von Bhagwan, dem Guru. Kurze Zeit später war Ralf Schmerberg einer von ihnen, die nächsten fünf Jahre verbrachte er in einem Ashram in Oregon.

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