Es sollte so sein wie früher: Zwei Sekunden Nachhall wünschten sich die Berliner Philharmoniker für ihren neuen Konzertsaal, genau so wie in der alten Philharmonie in der Bernauer Straße. Wenn schon sonst alles an diesem Konzertsaal anders war, das alte Klangideal sollte erhalten bleiben.

Der Nachhall war zunächst eine Frage der verwendeten Materialien und des Luftraums: Zwei Sekunden erfordern bei 2250 Plätzen 26000 Kubikmeter Luft und damit über dem Podium eine Deckenhöhe von 22 Metern. Der Akustiker Lothar Cremer stand noch vor ganz anderen Problemen: Wie sollten sich die Musiker untereinander hören, wenn der Klang nicht, wie auf dem Podium eines traditionellen Saals, von drei Wänden und der Decke zurückgeworfen wird? So wurde der Luftraum der Philharmonie mit Segeln bestückt, die Brüstungen der Blöcke mit reflektierenden Flächen.

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