Es gibt auch eine musikalische Ökobewegung und mit ihr Komponisten, die immer nur das Neueste wollen. Johannes Brahms etwa hatte die Musikgeschichte wie kein Komponist vor ihm verinnerlicht und hob in seinen Werken sorgfältig auf, was Fortschrittsideologen wie Wagner und Liszt bedenkenlos über Bord warfen. Seine Vierte Symphonie beendete am Freitag ein von Andris Nelsons geleitetes philharmonisches Konzert überaus sinnfällig. Zuvor, in Peteris Vasks Streicherstück „Cantabile“, einer ungetrübt diatonischen, mit süßlichen Dissonanzen gefällig versetzten Elegie von 1979, war das wenig ergiebig.

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