Berlin - Was ist eigentlich ein „zu Unrecht vergessener“ Komponist? Man kann das Unrecht juristisch verstehen: Dann ist jemand ins Vergessen gestoßen worden durch ihm widerfahrenes Unrecht – das trifft für all jene Komponisten zu, die Opfer des Nationalsozialismus wurden. Das trifft nicht zu für Karl Amadeus Hartmann, der zur gleichen Zeit seine Musik für die Schublade schrieb, aber nicht verfolgt wurde und seinen Schwiegereltern das wirtschaftliche Überleben dankte. Wenn alle 20 Jahre der fürs Repertoire folgenlose Versuch unternommen wird, Hartmanns Musik vor dem Vergessen zu bewahren – zuletzt durch Ingo Metzmacher –, dann findet das oft unter dem Hinweis auf Hartmanns moralische Integrität und politische Wachheit statt, als wäre mit denen künstlerisch ein Blumentopf zu gewinnen.

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