Die Rapperin Haiyti.
Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

BerlinMan erkennt Haiyti schon von Weitem, als sie zum verabredeten Interviewtermin erscheint: Ausgewaschene Jeansjacke über viel zu weitem Shirt. Übergroße Sonnenbrille, die ihr halbes Gesicht verdeckt. Silberne Bauchtasche, auf der in leuchtendem Neongrün der Begriff „Trapstar“ prangt – unverhohlen und stolz trägt sie ihr künstlerisches Selbstverständnis vor der Brust. Es ist Sonnabendmittag und Haiyti ist pünktlich. Sie scheint selbst ein bisschen erstaunt darüber zu sein.

Die 27-Jährige, die vor zwei Jahren aus ihrer Heimatstadt Hamburg nach Berlin zog und nun in Wedding lebt, hatte lange Zeit nicht gerade den Ruf weg, sonderlich strukturiert oder diszipliniert zu sein. Sie galt eher als launisch. Sprunghaft. Und extrem feierwütig. Keine Party, die sie ausließ, und jede Party ein Rausch. „Seit ich aus Hamburg weg bin, feiere ich nicht mehr so viel. Jetzt geht’s eigentlich. Obwohl“, gesteht sie, „letzte Woche hatte ich doch wieder einen Blackout.“ Sie muss lachen. So ganz ohne Exzess geht’s halt doch nicht. Dennoch wirkt Haiyti im Gespräch um einiges aufgeräumter als noch vor zwei, drei Jahren.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.