Jan Bosse ist in den vergangenen Jahren so etwas wie der Theaterexperte für Reisen in die Grenzgebiete zwischen Wahn und Wirklichkeit geworden. Reisen also, die wie bei dem glücklich unglücklichen „Don Quijote“ in die Regionen schwärmerischer Fantasie hinaufsteigen und die haarscharfen Serpentinen zwischen Realität und Fiktion dabei doch mit Eleganz zu nehmen wissen. Seit zwei Jahren läuft das im Deutschen Theater mit den beiden Ritterclowns Wolfram Koch und Samuel Finzi. Aber auch Reisen, die sich durch die Irrgärten der eigenen Psychosen schlängeln, wie bei Thomas Melles autobiografischer Krankheitsanalyse „Die Welt im Rücken“. Vor drei Jahren schlug das beim Berliner Theatertreffen Wellen, wohin Bosses Wiener Inszenierung geladen war und schon damals Joachim Meyerhoffs Talent als unermüdlichen Soloarbeiter am eigenen „Ich“ präsentierte.

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