Im Grunde ist Richard ein sympathischer Kerl. Denn er ist die Ehrlichkeit in Person, zumindest uns Zuschauern gegenüber. Von der ersten bis zur letzten Minute lässt er uns teilhaben an seinen Gedanken: gesteht freimütig, wie sehr seine Hässlichkeit ihn beleidigt – der Buckel, der Klumpfuß –, wie er sich deshalb ausgeschlossen fühlt aus allem Lieben, Schönen und Guten des Lebens, auch wenn er Herzog von Gloster ist und Bruder des Königs. Und wie er sich entschieden hat, als Vergeltung dafür abgrundtief böse zu sein. Richard ist eigentlich mutig, wie er gleich beim ersten Auftritt seinen ganzen Sadomasochismus vor uns ausbreitet. Denn das Stück liegt damit auch schon vor uns.

Die zwei Kniffe des Regisseurs

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